Spiel der Träume - Die wahre Geschichte eines falschen Teams
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Inhalt
Nach einer wahren
Geschichte
Eine Gruppe verzweifelter
Slumbewohner, die am Rande der Gesellschaft unter schwierigsten
Bedingungen lebt, sieht in einer Einladung zu einem Handballturnier
in Bayern die Lösung all ihrer Probleme, einen Freifahrtschein in
den Westen und in den Wohlstand.
Nachdem ihr letzter Visa-Antrag schon wieder abgelehnt wurde,
trösten sich Manoj und Stanley gegenseitig. Für Barmann Manoj
bedeutet die erneute Ablehnung seines Traums, im herrlichen Westen
zu leben und zu arbeiten, einen herben Rückschlag, sein
langjähriger Freund Stanley, Obstverkäufer in den Straßen von
Colombo, führt einen hoffnungslosen Kampf gegen seine Schulden,
kümmert sich um seine verrückten Tanten und einen jüngeren Bruder
und läuft jeden Augenblick Gefahr, in die Kriminalität
abzurutschen.
In diesem Stimmungstief erscheint die Einladung zu einem
Handballturnier in Bayern wie ein Geschenk der Götter. Auch wenn
keiner weiß, was Handball eigentlich ist, schickt man eine
gefälschte Anmeldung an die Turnierleitung und schon bald tut sich
eine bunte Mischung aus Freunden, Kollegen, Gläubigern und
Polizisten zusammen und gründet gemeinsam eine völlig absurde
srilankische Handball-Nationalmannschaft.
Bei den einfach strukturierten Trainingseinheiten wird weniger an
das Turnier gedacht, das die Mannschaft auf der anderen Seite der
Welt erwartet, die Energie wird vielmehr hauptsächlich in interne
Streitereien investiert. Als die offizielle Einladung endlich
eintrifft, spielen die Handball-Regeln nur noch eine Nebenrolle.
Und als man sich wenig später zur deutschen Botschaft aufmacht, um
die Glück verheißenden Ausreisevisa zu beantragen, träumt bereits
jeder von einem besseren Leben.
Eine erneute Ablehnung droht dem gemeinsamen Traum jedoch ein
abruptes Ende zu setzen. Wo stand da etwas von einem Schreiben des
zuständigen Ministeriums? Warum braucht man noch eine Erlaubnis der
eigenen Regierung, wo man doch von einer anderen eingeladen wurde?
Zum Glück gibt ja noch den Meisterfälscher und Allround-Ganoven
Ruan, dessen Unterstützung aber alles andere als leicht zu gewinnen
ist.
Widerwillig werden in letzter Minute noch einige Fremde mit ins
Team aufgenommen und die bis zum absoluten Maximum aufgeblähte
Mannschaft bekommt am Ende doch noch die nötigen Visa. Nach
herzzerreißenden Abschiedsszenen steht der Reise in den Westen und
damit in eine wunderbare Zukunft nichts mehr im Wege.
Entgegen dem ursprünglichen Plan, nach der Ankunft in Deutschland
schnellstmöglich unterzutauchen, sorgen engagierte Organisatoren
und Änderungen im Terminplan dafür, dass die Mannschaft sich
plötzlich doch in einer Halle voller begeisterter Fans wieder
findet und tatsächlich Handball spielen muss.
70 zu 0 wird das erste Spiel prompt verloren. Was nun? Soll man
schnellstmöglich verschwinden und so der unausweichlichen
Verhaftung und der unrühmlichen Ausweisung in die Heimat zu
entgehen? Oder soll man weiter kämpfen, den persönlichen und
nationalen Stolz hochhalten, auch wenn man damit das Ende des
großen Traums riskiert?