Cyrus
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John (John C. Reilly) ist ein geschiedener Pechvogel mit nur wenigen Sozialkontakten. Auf Drängen seiner Ex-Frau und gleichzeitig besten Freundin Jamie (Catherine Kenner) begleitet er sie und ihren Verlobten Tim (Matt Walsh) auf eine Party. Zur Überraschung aller gelingt es John tatsächlich, jemanden kennen zu lernen: die attraktive und lebhafte Molly (Marisa Tomei). Die Chemie zwischen den beiden stimmt sofort und die Beziehung entwickelt sich gut, allerdings weigert sich Molly vehement, John mit zu sich nach Hause zu nehmen, was diesen bald misstrauisch macht.
John geht dem ganzen auf die Spur und muss feststellen, dass es
tatsächlich noch einen anderen Mann in Mollys Leben gibt: ihren
Sohn Cyrus (Jonah Hill), einen 21-jährigen New Age-Musiker. Cyrus
ist der beste Freund seiner Mutter und die beiden verbindet eine
unkonventionelle, enge Beziehung. Cyrus würde alles tun, um Molly
zu beschützen und er ist definitiv nicht bereit, sie mit jemandem
zu teilen. Nach kürzester Zeit befinden sich John und Cyrus in
einem Wettstreit um die Frau, die sie lieben - und es scheint, als
ob nur Platz für einen der beiden ist…
CYRUS entstand unter der Regie und Feder von Jay und Mark Duplass,
zwei visionäre Filmemacher, die durch den Sundance- Favoriten THE
PUFFY CHAIR bekannt wurden und zu der Filmbewegung Mumblecore
gehören. Für Mumblecore sind kleine, kosten- günstige
Indiefilmproduktionen, häufig mit improvisierten Drehbüchern und
Laiendarstellern charakteristisch. Ihr neuer Film CYRUS erzählt
eine berührende und originelle Geschichte, die Humor und
Herzschmerz wunderbar verbindet - genauso wie im wahren Leben.
LESETIPPS DER STIFTUNG LESEN:
Stefan Moster
Die Unmöglichkeit des vierhändigen Spiels
Mareverlag, Hamburg 2009, 445 S., € 22,00
Seit Monaten haben die beiden kein Wort miteinander gewechselt und nun treffen sie sich auf einem Luxusdampfer wieder der die nächsten 157 Tage von Europa nach Südamerika fahren wird. Sohn Sebastian, Anfang zwanzig und Mutter Almut Mitte vierzig - er hat als Barpianist angeheuert und sie, um der drohenden Arbeitslosigkeit aus dem Weg zu gehen, als Bordpsychologin. Eine amüsante Begegnung ohne Ausweichmöglichkeiten zwischen Mutter und Sohn.
Jane Christmas
Reisen mit Mama
Malik Verlag, München 2010, 334 S., € 19,95
Jane Christmas ist erfolgreiche Journalistin, zweimal geschieden
und hat drei erwachsene Kinder. Trotzdem sieht ihre Mutter in ihr
nur die kleine Tochter, deren Frisur stets bemäkelt und
Männergeschichten per se kommentiert werden. Trotzdem oder grade
deswegen nimmt Jane ihre Mutter Valeria für sechs Wochen mit nach
Italien in den Urlaub. Eine humorvolle Beschreibung über das
Älterwerden in einer Mutter - Tochter - Beziehung.